Dieses mal sind sie aber besonders hartnäckig dachte sich Schando und erklomm die erste Treppe auf seinem Weg zu Dr. Zerrwanst. Eine leichte Ungewissheit machte sich in ihm breit, denn er hatte in den Schreien der Männer noch kein einiges mal das Wort Bett herausgehört, dafür schon mindestens ein dutzend mal Zerrwanst und Planke. Ging es um ihn, Schando? Wollten die Männer das er endlich über die Planke geht? ... Unser Gottähnlicher Held war sich nicht sicher. Auf Zehenspitzen schlich er sich an den Gängen der Besatzung vorbei, weiter in Richtung von Zerrwansts Kabine. Das Schreien war zu einem Rufen und schließlich zu einem normalen Gespräch auf Zimmerlautstärke angeklungen. Jetzt ging es wohl um Nagellack und darum ob die Stiefel in die Hose oder oben `drüber gehören. Schando war erleichtert, obwohl er langsam einen gewissen Druck im Unterleib verspürte. Wo das Klo war wusste er, aber würde es Zerrwanst gestatten? Er hatte keine Wahl, sonst hätte er gleich den Aufputzeimer mit zum Kapitän bringen können. Die Blase entleerte sich mit beunruhigend langsamer Geschwindigkeit. Hatte er etwa Prostataprobleme? Schando schickte schnell ein Stoßgebet zu einem seiner vielfältigen Götter und bat um eine ewig vitale Prostata.
Nach verrichtetem Geschäft setzte er seinen Gang fort und kam schließlich bei Dr. Zerrwanst an. Dieser stand mitten in seiner opulent mit Stuck und Pomp ausgestattet Kajüte mit nichts an außer seiner Lieblings-Buxe. Als er Schando, der in der Tür stand, bemerkte hüpfte er so schnell es ging in den mit Aspirin gefüllten Whirlpool tauchte komplett unter und kam nach 3 Sekunden in normaler Kleidung wieder herausgehüpft. Schando fand diese Situation so verwunderlich, dass er sich fix einredete unter starkem Einfluss von Liqud-XTC zu stehen und so zu Halluzinationen zu neigen. Zerrwanst pulte sich noch die letzten Aspirin aus den Ohren und der Nase und zeigte dann mit blankem Finger auf den angezogenen Schando. Dieser zitierte den aktuellen Knigge und bekam zur Belohnung einen Stöpel Ahle Wurscht auf die Faust. „Jetzt zu deiner nächsten Aufgabe“ meinte Zerrwanst „Die erste Aufgabe war nur zum Aufwärmen, du alter Rattenbastard“ Das traf Schando tief. War kann sich seine Eltern schon aussuchen.
„Folge mir, wir gehen zur Crew“ Schando folgte.
Wieder die rostigen Stufen hinab, die unter den Schritten der beiden bedrohlich knackten. „Die müssten unbedingt mal wieder mir guter, alter Bleifarbe gestrichen werden, aber die Chinesen kaufen seit 8 Monaten alle Bleifarbe auf dem Markt auf, was weiß ich warum.“ Knurrte Zerrwanst. Die Crew war mittlerweile zu Bett gegangen und nur das Tigerenten-Nachtlicht erhellte den Raum in schwachem gelben Licht. Die Tür stand einen Spalt offen. „Der einäuge Pit bekommt Albträume wenn die Tür ganz zu ist“ erklärte der Kapitän „Seine Eltern haben den armen Pit zum Schlafen immer in einen schwarzen Stoffsack gesteckt und liebevoll in den Schlaf geprügelt, das hat ihn verändert. ...
So, Schando. Deine Aufgabe ist es meine Crew daran zu hindern die Nacht über am Daumen zu nuckeln. Davon verbiegen sich die oberen vorderen Schneidezähne und den Zahnarzt können wir uns nur einmal pro Dekade leisten.
Sonst hat das immer der wacklige Pete gemacht, aber der wurde letzte Nacht vom männlichsten aller Seefahrer, Ursula „das Messer“ Smith, beim Versuch seinen Daumen aus dem Mund zu ziehen, erdrosselt. Also Schando, du Ab-Art, halt dich ran, ich meine ich höre schon den ein oder anderen nuckeln.
Schado schwante schreckliches, er war selbst unbeschreiblich müde und der Gedanke alle zehn minuten 35 schlafenden, muskulösen, behaarten und bis auf die Zähne bewaffneten Männern den Daumen aus dem Mund zu ziehen machte ihn nervös.
Zerrwanst öffnete die Tür und versetzte ihm einen gewaltigen Tritt, so Schando förmlich in die Koje flog und schmerzhaft mit dem Gesicht im Schmutzwäschestapel der Crew landete. „Nicht schon wieder“ dachte er bei sich.
Das Schnarchen der Seefahrer war monoton und erwartungsgemäß furchtbar laut.
Wäre der doch nur bei seinem herzensguten Bruder Schando geblieben, dachte er bei sich. Da hätte er wohl mittlerweile einen Müllcontainer zum Übernachten gefunden und hätte es sich inmitten von Friseurmüll und verfallenem Frischkäse gemütlich eingekuschelt. Doch seine Entscheidung war endgültig. Schando biss die Zähne zusammen und verschaffte sich einen kurzen Überblick. Das Licht war schwach aber er konnte die Betten erkennen. Dieser verfluchte penetrante Gestank nach Schweiß und neuem Autoinnenraum, der wird wohl nie vergehen.
wichtiger Hinweis:
Diese alte Legende wurde, als es noch kein Papier gab, mündlich von einer Generation zur nächsten getragen. Widersprüche und logische Fehler dienen der Unterhaltung und sexuellen Erregung.
Das gleiche gilt für Rechtschreib -und grammatikalische Fehler.
Da wir unsere fachkundigen Übersetzer nicht bezahlen können geschweige denn wollen, bitten wir wenigstens um die milde Gabe eines Kommentars eurerseits.

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